Dem Wolf auf der Spur...

Ein Europa ohne Grenzen:


diese Version nimmt nicht nur für die zweibeinigen Europäer Gestaltungskraft an !
Das gemeinsame Haus Europa teilen wir auch mit einigen Grosstieren,
die in Deutschland schon fast in Vergessenheit geraten sind:
wie beispielsweise DER WOLF !

Vor allem in Ostdeutschland, den oberbayrischen Mittelgebirgen
und im alpienen Grenzgebiet klopfen Grosstiere an die schwarz-rot-goldene Eingangstür
und erwarten ein "WILD-kommen daheim".
Manchen dieser Arten wurde bereits Einlass gewährt, andere warten noch,
wieder andere werden erst in einigen Jahren um Einlass ersuchen.
Es liegt an uns, ihnen diese Rückkehr zu erleichtern und dauerhaft zu gestalten !!!

Leben und Leben lassen - diese Deviese sollte auch für das Miteinander
von Mensch und Schöpfung gelten. In einer Zeit des weltweiten Artensterbens
fördert die Rückkehr jeder Tierart die Stabilität des Naturverhaltens
und ist ein Beitrag zur Wiedergutmachung an der Schöpfung !!!

Wölfe sind bereits aus dem italienischen Appenin bis in die
französischen Seealpen vorgedrungen.
Einzelne Wölfe kommen aus Westpolen nach Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern,
doch sind sie immer selten und leben heimlich.
Deshalb sind sie schwer nachzuweisen, ganz besonders dort
wo sie lange gefehlt haben.
Um Gerüchte über Ihre Anwesenheit von Tatsachen zu trennen,
ist es wichtig, Spuren und Risse zweifelsfrei zu erkennen.
Aber das ist leichter gesagt als getan:
Tauwetter verwischt die Spuren im Schnee, gerissene Tiere werden
auch von anderen Fleischfressern aufgesucht, und Füchse oder Hunde
können ebenfalls Wild- oder Haustiere angreifen.

Wölfe sind keine Maschinen - selten sind Risse eindeutig !
Was helfen kann, einen Riss verlässlich zu beurteilen
findet Ihr auf dieser Seite:


Spurenerkennung


Einzelne Trittsiegel von Hund oder Wolf lassen sich oft nur schwer unterscheiden. Die Grösse variiert je nach Untergrund, aber auch abhängig von Alter, Geschlecht und Hunderasse.
Mehrere Trittsiegel oder noch besser der Verlauf von Fährten
liefern in der Regel jedoch eindeutige Hiweise auf den Verursacher:

Trittsiegelgrösse beim Wolf: 8-10 cm breit und 10-14 cm lang
Trittsiegelgrösse beim Hund: je nach Rasse
die Form ist bei beiden Tierarten mehr lang als breit.
Die schrittlänge des Wolfes liegt zwischen 65 und 150 cm,
bei Hunden ist sie wiederrum von der Grösse des Tieres abhängig.

Spurenverlauf


Der Verlauf einer Spur spiegelt die Lebensgewohnheiten der jeweiligen Tierart wieder.
Bei lockerem Pulverschnee oder ausgeschmolzenen Fährten lassen sich die einzelnen Trittsiegel oft nicht genau erkennen, sodass man aus dem Verlauf der Spur seine Schlüsse ziehen muss.

Das Trittsiegel eines erwachsenen Wolfes gleicht dem eines grossen Hundes und anhand einzelner Trittsiegel lassen sich Wolf und Hund nicht unterscheiden.
Oft wird als Unterscheidungsmerkmal angeführt, dass beim Wolf die vorderen Zehen deutlich nach vorne abgesetzt sind. Das ist zwar oft der Fall, muss aber nicht sein.
Ausserdem haben einzelne Hunde ebenfalls deutlich nach vorne abgesetzte Zehen.
Manchmal sind beim Wolf die mittleren Zehen hinten zusammengewachsen, auf günstigem Untergrund können solche Trittsiegel dann eindeutig dem Wolf zugeordnet werden.
Um zwischen Wolfs- und Hundespuren zu unterscheiden, muss man der Fährte über längere Distanz folgen. Unter günstigen Schneebedingungen
kann man nach 500-1000 m aus dem Verlauf der Fährte recht sicher auf den Verursacher schliessen. Wölfe gehen über lange Distanzen mit gleicher Geschwindigkeit, also mit gleichem Schrittabstand und sehr gradlinig.
Die Hinterpfoten setzen immer in die Abdrücke der Vorderpfoten.
Mehrere Tiere gehen meist hintereinander und treten exakt in die Spur des Vorgängers.
Das ändert sich, wenn sie Beute jagen, ihr Revier markieren oder oder
auf andere Wölfe stossen. Im Gegensatz zu Hunden weichen Wölfe menschlichen Einrichtungen oder Hinterlassenschaften z.B. Müll oft aus.

[Einzelne Wolfsfärte]
Klick um mehr zu sehen !!!

[Spur eines Wolfs Rudels]
Klick um mehr zu sehen !!!

 
Kot und Haare

Kot wird gerne an auffälligen Plätzen oder entlang von häufig begangenen Wechseln abgesetzt.
Der Kot enthält viele Schalenwildhaare und Knochenfragmente. Einige Knochenfragmente behalten ihre Struktur, aber die meisten sind zu einer formlosen, kalkigen Masse verdaut.
Die Farbe des Kotes variiert von schwarz bis hellgrau, je nach den Anteilen
von Fleisch, Blut und Knochen des vorangegangenen Mahls.

Rissbild

Wölfe leben und jagen meist in Rudeln. Sie sind Hetzjäger und versuchen ihre Beutetiere zu umstellen, oder in die Enge zu treiben. Kleinere Beutetiere wie Rehe, Rotwildkälber, Frischlinge oder Schafe werden durch einen Biss in den Nacken oder die Kehle getötet.
Grössere Beutetiere wie Hirsche oder Elche werden während der Hetzjagd wiederholt in die Flanken oder Keulen gebissen, so dass es zu massiven Unterhautblutungen kommt.
Stellt sich das Beutetier, wird es oft in die Nase gebissen und kann daran ersticken.
Ist die Beute am Boden, wird sie durch Bisse in die Kehle getötet. Wolfskrallen sind
wie die von Hunden stumpf und schneiden nicht durch die Decke. Tiere, die einen Wolfsangriff überlebt haben, sind in der Regel schwer verletzt.
Wölfe öffnen genau wie Hunde bevorzugt die Bauchhöle und fressen zuerst die Innereien, dann das Muskelfleisch. Wenn Wölfe ungestört bleiben, ruhen sie neben der Beute und fressen ihre Beute dann komplett auf.
Fühlen Wölfe sich gestört, oder handelt es sich um ein grosses Rudel, trennen die
Wölfe einzelne Körperteile der Beute ab und tragen sie zu einem geschützten Ort.

Unterscheidung Wolf und Hund


Erwachsene Wölfe wiegen zwischen 30-45 kg und leben in Rudeln mit 6-10 Tieren.
Von einem gleichgrossen Schäferhund unterscheidet sich ein Wolf durch die längeren Beine, die wesentlich grösseren Pfoten und seinen federnden Gang.
Die Ohren sind kürzer und der untere Teil des Fanges ist deutlich hell abgesetzt.
Das Fell ist graubraun, die Flanken sind hell und auf dem Rücken ist oft ein dunkler
Schultersattel auffällig. Die Rute ist ungekrümmt.
Durch ihre Domestikation und aus Mangel an Übung sind Hunde in der Regel recht
ineffiziente Beutegreifer. Die wenigsten Hunde haben die Gelegenheit regelmässig
Schalenwild zu erbeuten und ihre Jagd- und Tötungstechnik zu verfeinern.
Wenn Hunde grosse Beutetiere angreifen, beissen sie deshalb wahlos in alle Körperteile des Opfers.
Das Beutetier stirbt selten an einer gezielten, schweren Verletzung.
Vielmehr führen die vielen Verletzungen oft zum Schocktod, oder das Opfer stirbt
an der Erschöpfung der langen und chaotischen Hetzjagd.
Wölfe dagegen sind effiziente Jäger, ihr Jagtverhalten ist nicht degeneriert.
Wenn Wölfe ein Tier angreifen, tun sie das, um zu Fressen.
Sie beissen immer mit aller Kraft zu und das Beutetier stirbt an schweren Wunden.
Die meisten Verletzungen sind am Hals, Kopf und Nackenbereich. Schafe werden
oft durch einen Biss in die Kehle getötet. Wenn ein ganzes Rudel angreift,
kann ein Wolf das Beutetier an den Keulen halten, während ein anderer Wolf es tötet.

Beutetiere, die einen Angriff überleben, sind immer schwer verletzt.


Ich bin Mitglied im:
[Zur Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V.]

more coming soon....

[Zum Seitenanfang]
[Zurück zur HomePage]